Was macht glücklich?

Montag, 31. Oktober 2016

Das mit dem Glück ist so eine Sache, weil du es nicht festhalten kannst. Es lässt sich nicht mal so richtig definieren, weil es für jede etwas anderes ist.

Glück kann ein Lottogewinn sein, eine Wohnung oder eine Arbeit zu bekommen, auf die es viele weitere BewerberInnen gab. Routine-Untersuchungen ohne Befund. Der Geruch von frisch aufgebrühtem Kaffee. Mit dem Menschen aufzuwachen, den man liebt. Von der Katze angeknüschelt werden.

Es gibt inzwischen so viele Bücher zum Thema Glück, dass es fast schon wieder in Stress ausartet: Los jetzt, sei glücklich!

Frage dich einfach, was dich glücklich macht. Was brauchst du? Wobei/womit fühlst du dich glücklich? Die Idee des Glücks ist durch ein Buch zu mir gekommen, in welchem es eigentlich ums Ausmisten und Aufräumen geht: Magic Cleaning von Marie Kondo. Sie vertritt eine sehr interessante Philophie: Entscheidend ist nicht, wann ein Gegenstand das letzte Mal benutzt wurde, sondern ob dieses Etwas dich glücklich macht!

Nach ihrer Methode werden z.B. alle Klamotten auf einen Haufen geworfen und dann jedes einzelne Stück in die Hand genommen, angefühlt, hingefühlt, wahrgenommen: Macht es mich glücklich? Fühle ich mich gut/wohl damit?

Auf die Art erreichst du es, dich nur mit solchen Dingen zu umgeben, die dich glücklich machen (Mit Ausnahme z.B. von Dokumenten, aktuellen Seminarunterlagen o.ä., die aufbewahrt werden müssen bzw. gerade in Gebrauch sind).

Zur KonMari-Methode gibt es schon genügend Beiträge, darauf will ich an dieser Stelle gar nicht näher eingehen. Es war nur der Auslöser für diese "Glücks-Idee". Eigentlich total simpel und irgendwie doch logisch, oder? Sich nur mit solchen Dingen/Wesen/wasimmer zu umgeben, die dich glücklich machen. Versuch es einfach mal einen Tag lang, dir diese Idee immer wieder ins Bewusstsein zu rufen. Bei jeder Begegnung, bei jedem Gegenstand stell dir die Frage: Macht mich das glücklich?

Ich bin mir sicher, dass du dabei einige Überraschungen erleben wirst. Vielleicht stellst du fest, dass dich dein Lieblingsshirt inzwischen gar nicht mehr glücklich macht, weil es sich schon langsam in seine Bestandteile auflöst. Die erste Tasse Kaffee am Morgen, die du so dringend brauchst - bewusst genossen wird sie womöglich zu deiner persönlichen Insel des Glücks? Der dicke Schmöker, durch den du dich gerade quälst, weil den alle so toll finden - du brauchst ihn nicht zu Ende lesen, wenn es dich nicht glücklich macht.

Vielleicht musst du auch erst herausfinden, wie sich das anfühlt, dieses Glück, dieses Glücklichsein. Dann frag dich einfach: Fühle ich mich wohl damit? Tut es mir gut? Fühlt es sich angenehm an? Oder bringt es mich einfach nur zum Lachen? All das bringt dich auf die richtige Spur.

Gerade jetzt, wo es wieder dunkel ist, kann es nicht schaden, das Augenmerk bewusst darauf zu lenken, was die Stimmung anhebt. Und wenn du dabei das Glück für dich findest, ist das doch eine wunderbare Nebenwirkung!

Probier es einfach mal aus: Was macht dich glücklich? Was fühlt sich gut für dich an und was nicht? Vielleicht kannst du das Eine oder Andere direkt aus deinem Leben verbannen, ent-sorgen. Das bedeutet nicht, dass du sofort einen Großeinkauf starten musst! Und es ist auch keine Aufforderung, dein Hab und Gut auf maximal hundert Teile zu reduzieren. Es geht nur um die Wahrnehmung dessen, was die Dinge um dich rum mit dir machen. Und wenn etwas ganz Gruseliges dabei ist, darfst du dich sofort davon trennen.

Die Idee ist, sich (nur) mit Dingen/Wesen zu umgeben, die dich glücklich machen. Netter Nebeneffekt: Du lernst viel über dich selber und wirst ganz neue Aspekte an dir kennen lernen.

Viel Spaß auf deiner Entdeckungsreise - Ich freu mich über Kommentare von "unterwegs" :)

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