Schubladen-Ordnung

Sonntag, 29. Oktober 2017

Im März hab ich unter anderen erzählt, dass ich mich auf die Kondo-Methode eingelassen habe und nach einem halben Jahr will ich mal Bericht erstatten, wie es sich bewährt hat.

alles in Ordnung

Das hat es nämlich! Und ehrlich gesagt, überrascht mich das selber wohl am meisten. :) Schränke bzw. deren Inhalt in Ordnung zu halten ist mir bisher eher leidlich gelungen. Jetzt habe ich Ordnung im Schrank und sogar noch mehr Platz!

Den Anfang hatte ich in der Küche gewagt: Geschirrtücher, Spüllappen, Decksets, Schwämme, Schürzen - zu viele unterschiedliche Dinge wollten griffbereit verstaut sein, was mir bis dahin nie gelungen war. Nachdem ich mir aus alten Kartons Schubladen gebastelt hatte, konnte ich die übersichtlich einräumen. Nun kommt einem beim Öffnen des Türchens nicht der halbe Schrankinhalt entgegen und ich habe dank Schubladentechnik dennoch sofortigen Zugriff auf alles, was ich brauche!

Das Bild rechts zeigt einen kleinen Einblick: Oben sind vorne die Geschirrtücher, in zweiter Reihe Küchentücher und dahinter Servietten. In der Mitte (s.a. großes Bild unten) sind vorne Spültücher, Schwämme, dahinter Schürzen und (Antirutsch- und Antischepper-)"Schühchen" für die Katzenbecherchen. Ganz hinten Putzlappen aller Art. Im unteren Fach die Deckchen für die Katzenbecherchen und Teetassen :)

Natürlich ist hier alles schön "auf Stand" gefaltet, wie sich das nach der Kondo-Methode gehört. War in diesem Fall gar nicht so schlimm - die Geschirrtücher z.B. werden einfach in der Mitte noch einmal mehr gefaltet als vorher, das ist schon alles. Bei den Katzendecken musste ich erst ein bisschen ausprobieren, bis ich die Faltung gefunden habe, die den Platz am besten nutzt.

schön übersichtlich

Als nächstes hatte ich den Wäscheschrank ins Visier genommen. Hier gibt es jedoch keine Schubladen, sondern ich habe mich von Marie Kondo lediglich inspieren lassen. Der Wäscheschrank ist mit 50 cm ziemlich tief, was in der Vergangenheit dazu geführt hatte, dass sich vieles "verschlupft" hat. Also werden Handtücher und Badelaken jetzt so gefaltet, dass sie die Tiefe ausfüllen und weniger die Breite. Nach oben wird gestapelt. Ein normales Handtuch falte ich auf Hälfte und nochmal auf Drittel - passt perfekt!

Einen Blick in unseren Schlafzimmerschrank habe ich auf meinem Wordpress-Blog im Frühling schon gezeigt. Auch hier hat sich die Ordnung erhalten. Dass ich es mit über vierzig doch endlich auf die Reihe bekomme, meine Unterwäsche ordentlich zu falten, hätte ich selber nicht für möglich gehalten. :) Die gebastelten Schubläden für die Pullis sind etwas groß ausgefallen - das würde ich beim nächsten Mal anders machen. Statt drei großer lieber vier kleinere. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt; rausnehmen ist kein Problem und wenn mal mehreres zum Einsortieren ist, ziehe ich den Schuber entweder ganz raus oder ich steige auf mein Hockerchen.

Das Zusammenfalten der Klamotten ist aufwändiger als vorher, aber ich werde mit Platz und Übersichtlichkeit belohnt. Außerdem kann ich morgens mit einem Handgriff jeden beliebigen Pulli rausziehen, ohne dass mir wie vorher der ganze Stapel entgegen kommt. Das ist mir den Mehraufwand beim Zusammenlegen auf jeden Fall wert.

Mein Fazit: Ich kann die Kondo-Methode nur weiterempfehlen! Wer keine Schubläden hat, kann sich aus alten Kartons die genau passenden basteln. Fronten mit festem Geschenkpapier, Tapete, Postern, etc. bekleben, dann schauts ordentlich aus. Seltener benutzte Schubläden in den obersten Fächern können ggf. auch beschriftet werden.

Die größte Raumgewinnung konnte ich im Kleiderschrank erzielen, das Wunder der Übersichtlichkeit erfreut mich im Küchenschrank jedesmal am meisten :)

Probierts einfach mal aus - und erzählt davon!

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Karin Lechner (vonKarin) hat am 29.10.2017 um 14:44:33 geschrieben:

Ein Traum! Und super, dass du berichtest, wie es sich mit der neuen Ordnung leben lässt.
Ich habe das Buch von Marie Kondo auch, allerdings noch ungelesen auf dem Regal. Somit wird es Zeit ... Danke für den Schubbs.
Liebe Grüße
Karin

Zauberweib antwortet:

Gerne doch :) Was mir bei dem Buch am besten gefallen hat, war das Abschiednehmen von Dingen. Ala "Liebe Bluse, ich habe dich nie getragen, du warst sauteuer und ich habe durch dich lernen dürfen, dass mir pink absolut nicht steht. Vielen Dank & ich hoffe, du machst noch jemand anders glücklich." - So jetzt mal ganz salopp formuliert. Das macht das Gehenlassenkönnen doch irgendwie ... leichter, find ich :)

Karin hat am 29.10.2017 um 19:46:39 geschrieben:

Ich habe, von dir inspiriert auch damit angefangen, einige kleinere Plasikkörbe (waren schon da - würde ich jetzt nicht mehr kaufen) wurden dafür verwendet. Beschriftet habe ich auch. Jetzt erst mal meinen Kasten, den meines Liebsten werde ich erst umarbeiten wenn ich weiß das es so bleiben kann - ich kenne mich ja. Der Wäschekasten wurde auch schon bearbeitet. Ich kannte diese Methode vorher noch nicht, danke fürs teilen

Zauberweib antwortet:

Freut mich, wenn ich inspieren kann :) Wie gesagt, ich war selber erst skeptisch, ob ich das so durchhalte. Aber vor allem im Küchenschrank habe ich durch die Schubladen so viel mehr Ordnung und Übersicht. Genial einfach - einfach genial. Man muss halt drauf kommen :)
Viel Spaß beim Experimentieren!

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