Baggwahn 2018

Freitag, 23. November 2018

Es ist wieder Baggwahn-Zeit! Jedes Jahr denke ich mir, dass es heuer nicht so viele Sorten werden wie zuvor. Und jedes Jahr wirds dann doch wieder ein richtig schöner bunter Teller:

Blezzli

Die Schnecke ganz oben ist ein Tart-Teig, den ich bei der Gelegenheit einfach mit ausprobiert habe. Gefüllt ist sie mit einer improvisierten Johannisbeer-Likör-Creme. Rechts daneben eine Nougatstange. Weiter im Uhrzeigersinn gehts mit Cashewtörtchen, Walnusshaffli, Doppeldecker (mit Haselnuss-Nougat-Füllung), Schoggi-Restli I, Nougatbissen, Schoggi-Restli II, Haferhaffli, Spritzgebäck, Walnussplätzchen (mit Nougat-Füllung), Schoggi-Restli III, Karamello (das viereckige Teil), Walnusspraline, Kaffeeplätzchen und direkt darunter eine Lebkuchen-Kugel.

Es geht weiter mit Terrassenplätzchen mit Marmeladen-Füllung, rechts darunter Dattellebkuchen (die gabs heuer zum ersten Mal), unübersehbar die Nussecke, darunter Kokosli mit weißer-Schoggi-Ganache als Füllung. Davon ist einiges übrig geblieben, daraus wurde ein weißer Schoggi-Restli. Darüber Spitzbuben ala Zaubi und daneben Vanillekipferl.

Die Schnecke zählt zwar nicht wirklich, weil das nur ein kleiner Test war, und die insgesamt vier Sorten Schoggiladisierungs-Reste-Verwertung gehören auch mehr zu dem, was so "nebenbei" anfällt. Wenn ich das alles aber mitzähle, komm ich heuer auf sage und schreibe 23 Sorten!

Es ging auch gut von der Hand; mein Lieblingsteig ist nach wie vor 1-2-3 (100g Zucker, 200g Butter, 300g Mehl). Einmal anmischen, teilen. Die eine Hälfte mit löslichem Kaffeepulver vermengen, alles ein bisschen kühlstellen und dann mit der Plätzchenpresse Kaffeeplätzchen herstellen, bzw. mit den Sternförmchen die Terrassenplätzchen ausstechen.

Den gleichen "Trick" hab ich für die Kokosli und die Spitzbuben angewandt: Eine Teighälfte mit Kokosflocken, gemahlenen Mandeln und Kokosöl vermengt, die andere mit gemahlenen Haselnüssen und etwas Milch. Beides mit der Plätzchenpresse verarbeitet. Die Spitzbuben sind mit Johannis-Stachelbeer-Marmelade gefüllt (und mit Puderzucker bestäubt), die Kokosli, wie bereits erwähnt, mit der weißen Ganache, von der es auch obendrauf noch einen Tupfer gab.

"Echte" neue Sorten sind heuer die Dattellebkuchen, die Walnusspralinen und die Lebkuchen-Kugeln. Alle anderen sind mehr oder weniger alte Bekannte - nur die Karamellos sind nicht wirklich gut gelungen. Der Boden ist zerbröselt, das Karamell zu weich, die Schoggi dafür zu fest. Immerhin sind die Brösel vom Boden in eins der Schoggi-Restli gewandert. Geschmacklich sind sie sehr lecker, nur ein fotogenes Stück zu finden, war schwierig. :)

Die ganze Woche war ich am Backen und Machen; gestern noch zwei Quarkstollen, den Rest des Tages hab ich mit Kücheputzen verbracht. Somit beginnt nun der genussvolle Teil des Baggwahns - Plätzchen aufessen. Da hilft mir mein Liebster ganz fleißig und natürlich wird auch eine Ladung bei meinen KollegInnen landen.

Fast schon Tradition geworden ist es, dass ich ein Rezept mit euch teile. Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal Lebkuchen-Kugeln gemacht - gefunden beim Chefkoch.

Zutaten für ca. 50 Stück:

zum Bestreichen:

Die Sahne in einem Topf aufkochen, derweil die Schokolade kleinhacken und in eine Schüssel geben. Die heiße Sahne drübergießen und unter Rühren die Schoggi schmelzen. Nüsse und Lebkuchengwürz mischen, in die Schoggisahne rühren. Das Ganze kalt stellen und fest werden lassen. (Muss nicht über Nacht sein, schadet aber auch nix.)

Mit Hilfe eines Teelöffels kleine Portionen von der Masse abstechen und zu Kugeln formen, nochmals im Kühlschrank parken.

Derweil Vollmilch-Kuvertüre kleinhacken und zusammen mit Kokosöl schmelzen. Lebkuchen-Kugeln damit überziehen. Am einfachsten eintauchen und mithilfe von zwei Kuchengabeln rausnehmen, etwas abtropfen lassen und auf ein Kuchengitter (Backpapier unter das Gitter legen!) geben.

Die weiße Kuvertüre kleinhacken und mit dem restlichen Kokosöl schmelzen, mit einem Teelöffel Spuren über die Pralinen träufeln. Kühl stellen zum Trocknen.

Tipp: Wenn alles gut (!) fest geworden ist, lassen sich die Kugeln ganz leicht vom Gitter lösen, indem man vorsichtig von unten gegen die Kugeln drückt. Am besten in einer Dose im Kühlschrank aufbewahren - wobei die sicher eh nicht lange halten werden :)

Übrigens: Die abgetropfte und getrocknete Kuvertüre lässt sich vom Backpapier ganz leicht ablösen und bei der nächsten Schokoladisierung mitverwenden.

Statt Haselnüsse können natürlich auch Mandeln, Walnüsse, Cashews... verwendet werden. Der Vollmilch- und Zartbitter-Anteil kann nach Geschmack angepasst werden; hier könnte ich mir ebenso Kaffee-Sahne-Schoggi oder Espresso-Schoggi vorstellen. Dann allerdings eher mit Zimt statt Lebkuchen-Gewürz.

Ihr seht also, ein sehr einfaches Rezept mit vielen Variations-Möglichkeiten. Probierts unbedingt aus und macht nicht den Fehler, erst einmal mit einer halben Menge auszuprobieren. Macht gleich die ganze Menge! :)

Und was sind eure Lieblingsplätzchen? Hab ihr schon gebacken? Backt ihr noch? Nur Plätzchen oder auch Stollen? Oder ganz was anderes? Eine traditionelle Weihnachtstorte? Erzählt doch mal...

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zum Kommentar-Formular

Barbara hat am 25.11.2018 um 11:09:31 geschrieben:

Ich habe dein Rezept sofort ausprobiert, jedoch mit Spekulatiusgewürz und Mandeln. Darin habe ich sie später auch gewälzt. Sie sind wirklich sehr lecker geworden. Bis Weihnachten muss ich sicherlich nochmals welche machen, so begeistert ist meine Familie!

Zauberweib antwortet:

Das freut mich, dass die bei euch auch so gut ankommen. Stimmt, Spekulatius-Gewürz habe ich auch noch... :)

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