Goettin

Gedanken zu Lilith

Gerade zum Weltfrauentag ein Göttinnenbeitrag. Und dann noch über Lilith - dieser Zufall geht mir gerade auf, als ich das Datum tippe. Womit ich schon direkt im Thema bin. Bekanntermaßen war Lilith die erste Frau Adams. Der Legende nach weigerte diese sich, beim Sex unten zu liegen, worauf hin Adam sich bei Gott beschwerte und eine fügsamere Gespielin haben wollte. So wurde Lilith zum Teufel gejagt - also zumindest aus dem Paradies vertrieben - und das domestizierte Weibchen Eva betrat die Bühne des biblischen Schöpfungsmythos.
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Dornröschen

(Dieser Artikel wurde in der Ausgabe 46 (pdf) des Schlangengesangs veröffentlicht) Es war einmal ein Königreich, dort lebten alle Menschen glücklich und zufrieden. Alle trugen ihren Teil zum Leben in der Gemeinschaft bei: Indem sie Felder bestellten, Schafe hüteten, einander beim Hausbau halfen - so wie sie alles zusammen machten. Es war von allem immer genug für alle da. Mangel gab es nicht, da es auch kein Geld und keinen Handel gab.
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Uzume

Der Mythos um Uzume lässt sich schnell erzählen: Es war einmal eine japanische Sonnengöttin - eher die japanische Sonnengöttin - namens Amaterasu. Die hat sich mit ihren Götterbrüdern ziemlich gestritten, woraufhin sich Amaterasu beleidigt, gekränkt, verärgert in eine Höhle zurückgezogen hat. Das war insofern blöd, da mit ihr auch die Sonne von der Bildfläche verschwunden war. Nicht nur die Menschen, auch die Gottheiten reagierten darauf teils wütend, teils besorgt wegen dem Ausbleiben der Ernte.
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Holle

Es woramol a Fraa, dey hod zwaa Madli ghobd. Eichndli blous aans, des annere woa vo iam zweidn Moo, oba der issara aa gschdorm, woscheinli, walls imma su biesgurad woa. Jednfalls hods im hald vaschbrochn, dass af sei Glanne aa mid obachdbassd, sunsd hädda eh ka Rou ned gehm. Ez woa des domols ja alles ned su afach wey ba uns heid, wousd afs Sozialamd geysd, dou wennsd nix ghobd hosd nou hosd hald nix ghobd.
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Inanna

Mein Weg war von Anfang an vorgezeichnet. Man hatte mir von Anfang an beigebracht, dass ich vernünftig sein musste, brav sein musste, zu tun hätte, was man mir sagte, da ich schließlich eines Tages heiraten und meines Vaters Firma übernehmen werde. Natürlich hatte ich alles von der Pike auf gelernt. Ich kannte jede Abteilung der Firma, wusste über alle Vorgänge genau Bescheid. Kannte alle MitarbeiterInnen, wusste, welche verliebt war oder schwanger, und wer seine Frau mit wem betrog.
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Ix Chel

(Dieser Artikel wurde erstmalig in der Ausgabe 16 (pdf) des Schlangengesangs veröffentlicht) Ix Chel ist die mexikanische Mondgöttin. Sie ist zuständig für Fruchtbarkeit, Zyklus, Geburt - alle Frauenbelange. Außerdem ist sie die Schutzpatronin der Weberinnen sowie, einigen Quellen zufolge, sämtlicher Handwerksberufe. Als Mondgöttin ist sie auch eine Dreifache Göttin: sie wird sowohl als junge Frau, als auch als Mutter/Gebärende und weise Alte dargestellt. Auf ihrem Haupt thront eine Schlange, die durch ihre Häutungen Regeneration und Wiedergeburt symbolisiert.
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Hestia ~ Vesta

(Dieser Artikel wurde erstmalig in der Ausgabe 15 (pdf) des Schlangengesangs veröffentlicht) Hestia ist die griechische, Vesta die römische Version der “Göttin des (Herd)Feuers”. Wie bei den meisten anderen Gottheiten der beiden Pantheone können auch diese nahezu gleichgesetzt werden. Sie wurden als das Feuer verehrt, es war eine bildlose Verehrung. Von Vesta existieren einige wenige Statuen seit Ende des 2. Jahrhunderts, dies jedoch eher aus politischen Gründen. Beide wurden bereits vor der Eroberung durch die Griechen bzw.
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Freya

Freya begleitet mich immer wieder auf meinem Weg. Ab und an tritt sie etwas in den Hintergrund, um anderen Aspekten der Göttin Platz zu machen, damit ich von ihnen etwas lernen kann. Doch immer wieder meldet sie sich eindrucksvoll zurück. Freya ist eine Göttin der germanischen Mythologie, genauer ist sie eine Wanin, die nach dem Krieg zwischen den Asen und den Wanen nach Asgard ausgetauscht wurde. Obwohl offiziell ein Patt zwischen den Eroberen und den Einheimischen beschlossen worden war, waren die strategischen Sieger dennoch die Eroberer.
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