Dornröschen

Es war einmal ein Königreich, dort lebten alle Menschen glücklich und zufrieden. Alle trugen ihren Teil zum Leben in der Gemeinschaft bei: Indem sie Felder bestellten, Schafe hüteten, einander beim Hausbau halfen - so wie sie alles zusammen machten. Es war von allem immer genug für alle da. Mangel gab es nicht, da es auch kein Geld und keinen Handel gab. Sie haben immer geteilt.

Es gab in diesem Königreich einen Rat von dreizehn Frauen, die die Geschichten des Volkes bewahrten. Sie waren die Hüterinnen des Wissens. Die Geschichten eines Volkes müssen lebendig weitererzählt werden, gleich ob es sich dabei Pflanzenkunde, Heilkunde, Kanalbau oder Mythologie handelte. Nur was immer wieder neu erzählt wurde, konnte aktuell bleiben und sich so be-wahr-heiten. Um dies zu gewährleisten, waren die Hüterinnen des Wissens da.

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Jahresorakel als Landkarte

Nachdem ich mehrere Jahre ausgesetzt habe, ist es mal wieder Zeit für ein Jahresorakel. Wobei mir der Begriff so nicht ganz passend erscheint. Besser gefällt mir “Landkarte”. Ein Orakel zeigt ja nicht unumstößlich, was so und nicht anders passieren wird, sondern es deckt bestimmte Tendenzen auf, gibt Hinweise, wo Schwierigkeiten auftauchen können. Meist reicht es schon aus zu wissen, dass man sich beispielsweise beim bevorstehenden Hausbau nicht zu sehr auf andere (Architekt, Baufirma, …) verlassen sollte, um einen Tick genauer hinzusehen, lieber nachzurechnen, bei den Nachbarn nachzufragen, um die nötigen Informationen zu erhalten und so tatsächlich größeren Schaden abzuwenden.

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Liebe, Schicksal und andere Zufälle

Heinz-Rudolf Kunze hat seinen Klassiker Dein ist mein ganzes Herz im Duett mit Annett Luisan neu aufgelegt. Als mir Youtube das Video zum ersten Mal vorgeschlagen hat, hatte ich sofort einen Ohrwurm. Der sich hartnäckig hält! Nach ein paar Tagen hatte ich es doch mal angehört in der Hoffnung, der Ohrwurm würde damit verschwinden. Dem war leider nicht so. Kleiner Trost: Der “Wackelkontakt” ist damit endlich raus aus meinem Kopf. Den hör ich jetzt nur noch achtmal täglich im Radio :)

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Gedanken zu Lilith

Gerade zum Weltfrauentag ein Göttinnenbeitrag. Und dann noch über Lilith - dieser Zufall geht mir gerade auf, als ich das Datum tippe. Womit ich schon direkt im Thema bin. Bekanntermaßen war Lilith die erste Frau Adams. Der Legende nach weigerte diese sich, beim Sex unten zu liegen, worauf hin Adam sich bei Gott beschwerte und eine fügsamere Gespielin haben wollte. So wurde Lilith zum Teufel gejagt - also zumindest aus dem Paradies vertrieben - und das domestizierte Weibchen Eva betrat die Bühne des biblischen Schöpfungsmythos.

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Uzume

Der Mythos um Uzume lässt sich schnell erzählen:

Es war einmal eine japanische Sonnengöttin - eher die japanische Sonnengöttin - namens Amaterasu. Die hat sich mit ihren Götterbrüdern ziemlich gestritten, woraufhin sich Amaterasu beleidigt, gekränkt, verärgert in eine Höhle zurückgezogen hat. Das war insofern blöd, da mit ihr die Sonne von der Bildfläche verschwunden war. Menschen und Gottheiten reagierten darauf teils wütend, teils besorgt wegen dem Ausbleiben der Ernte. Das war für die Menschen nicht gut, und wenn die grantig waren, war das für die Göttinnen und Götter auch nicht gut. Denen wurde doch schließlich die Schuld für alles zugeschrieben…

Also machten sich ein paar hundert der nächsten Götterverwandten Amaterasus auf, um sie aus ihrer Höhle wieder herauszulocken. Sie versuchten es mit Bitten und Flehen und Drohen und Bestechen - alles, was ihnen einfiel. Nichts. Keine Chance.

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Hestia bzw. Vesta

Hestia ist die griechische, Vesta die römische Version der “Göttin des (Herd)Feuers”. Wie bei den meisten anderen Gottheiten der beiden Pantheone können sie nahezu gleichgesetzt werden. Sie wurden als das Feuer verehrt, es war eine bildlose Verehrung. Von Vesta existieren einige wenige Statuen seit Ende des 2. Jahrhunderts, dies jedoch eher aus politischen Gründen.

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Freya

Freya begleitet mich schon sehr lange auf meinem Weg. Ab und an tritt sie etwas in den Hintergrund, um anderen Aspekten der Göttin Platz zu machen, damit ich von ihnen etwas lernen kann. Doch immer wieder meldet sie sich eindrucksvoll zurück.

Freya ist eine Göttin der germanischen Mythologie, genauer ist sie eine Wanin, die nach dem Krieg zwischen den Asen und den Wanen nach Asgard ausgetauscht wurde. Obwohl offiziell ein Patt zwischen den Eroberen und den Einheimischen beschlossen worden war, waren die strategischen Sieger dennoch die Eroberer. Etwas, das sich so auch in unseren Geschichtsbüchern findet: die alte frauenzentrierte Gesellschaftsform wurde überall von den erobernden Patriarchen abgelöst. Es ist zwar wissenschaftlich umstritten, doch ich denke, dass der Kampf Asen-Wanen genau dies ausdrückt.

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Inanna

Mein Weg war von Anfang an vorgezeichnet. Man hatte mir von Anfang an beigebracht, dass ich vernünftig sein musste, brav sein musste, zu tun hätte, was man mir sagte, da ich schließlich eines Tages heiraten und meines Vaters Firma übernehmen werde.

Natürlich hatte ich alles von der Pike auf gelernt. Ich kannte jede Abteilung der Firma, wusste über alle Vorgänge genau Bescheid. Kannte alle MitarbeiterInnen, wusste, welche verliebt war oder schwanger, und wer seine Frau mit wem betrog. Mein Vater und später auch mein Mann belächelten mich für die Energie, die ich für solcherlei Informationen aufwandt, aber zugute kam es ihnen doch. Jedenfalls gab es kaum Probleme mit dem Personal - Welche Chefin wusste schon von jedem der über 200 Angestellten, wie er oder sie den Kaffee mochte?

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Ix Chel

Ix Chel ist die mexikanische Mondgöttin. Sie ist zuständig für Fruchtbarkeit, Zyklus, Geburt - alle Frauenbelange. Außerdem ist sie die Schutzpatronin der Weberinnen sowie, einigen Quellen zufolge, sämtlicher Handwerksberufe. Als Mondgöttin ist sie eine Dreifache Göttin: sie wird sowohl als junge Frau, als auch als Mutter/Gebärende und weise Alte dargestellt. Auf ihrem Haupt thront eine Schlange, die durch ihre Häutungen Regeneration und Wiedergeburt symbolisiert. Ihr Gemahl wird als Kaninchen dargestellt.

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